Wie und wo Sie im Wirtschaftsabschwung Kosten reduzieren können

Vor kurzem war ich Referent eines BrightTalk-Webinars mit dem Titel „Securing Liquidity in a Downturn by Assessing Cloud Spend.” Ein Thema hierbei war die Tatsache, dass 23% aller IT-Ausgaben bei den Cloud-Kosten zu verorten sind. Warum sollte man sich also nicht auf diese Kostenstelle konzentrieren, wenn es darum geht, kurzfristig Kosten einzusparen, und die vom CFO geforderten Ergebnisse zu liefern?

Solche Einsparungen können auch langfristige Vorteile mit sich bringen, denn Cloud-Kosten werden sich im Rahmen des digitalen Wandels nur erhöhen. Wenn sich Ihr IT-Budget auf $100 Millionen beläuft und $23 Millionen davon Cloud-Kosten sind, dann kann selbst eine kleine prozentuale Kostenreduzierung hier Millionen sparen.

Also packen wir es an! Nun… vielleicht…

Cloud-Kosten reduzieren: Ein vielversprechendes Ziel

Knut Grahlmann von PwC ist Experte für ITFM und gehört zur CIO-Beratungsgruppe des niederländischen Teams. Er war ebenfalls Teil des Webinars und erklärte, dass es vielleicht das einfachste wäre, Cloud-Kosten anzupeilen. Derzeit sieht er, dass viele Firmen es mit ihren Finanzierungen und Einnahmen schwer haben, und dass Kostenreduzierungen absolut notwendig sind.

Diejenigen, die nicht in die digitale Transformation ihrer Services investieren, sagt er, werden in Zukunft hinterherhinken, und Cloud-Services lassen sich hier gut nutzen, um dem entgegenzuwirken. Cloud-Kosten lassen sich einfacher hoch- und runterskalieren und dem entsprechenden Demand anpassen. Im Vergleich dazu sind die Kostenstrukturen von In-House-Lösungen weitaus weniger flexibel. Daher sind Cloud-Services offensichtlich ein mächtiger Hebel, um die eigene Liquidität zu sichern und sollten definitiv Teil Ihrer strategischen Pläne sein.

 

5 Empfehlungen, um Cloud-Kosten zu reduzieren

Gartner veröffentlichte einen Bericht zu Kosteneinsparungsempfehlungen und daraufhin wollte ich sehen, wie sich diese Empfehlungen in einer Cloud-Umgebung anbringen lassen.

1. Unmittelbare Effekte anpeilen:

Cloud-Services ermöglichen Echtzeit-Monitoring und bieten flexible Zahlungsmöglichkeiten. Finanzentscheidende können direkt sehen, was tatsächlich benutzt und ausgegeben wurde und können quasi sekündlich nachrechnen, was benötigt wird.

2. Reduzieren, nicht einfrieren:

In Cloud-Umgebungen lassen sich Ausgaben einfach skalieren. Sie können Ihre Hebel flexibel den aktuellen Bedingungen anpassen.

3. „Cash is king“:

Auch hier ist Flexibilität der Schlüssel zum Sieg. Kurze Abrechnungszeiträume sorgen dafür, dass Sie Kürzungen umsetzen und direkte Ergebnisse sehen können.

4. Freie Ausgaben ins Auge fassen:

Mit Cloud-Services sind Sie im Vergleich weniger eingeschränkt und können zwischen unterschiedlichen Service-Providern wechseln. Im Gegensatz zu anderen Ausgaben haben Sie hier mehr Freiheiten.

5. Nehmen Sie sich fixe und variable Kosten vor:

Wie erwähnt sind Cloud-Kosten – auch als Betriebskosten – einfacher in Angriff zu nehmen aufgrund ihrer Flexibilität. Cloud-Anbieter bieten die Möglichkeit, Ihren Spend detailliert zu managen.

Diesen Schritten zu folgen ist sicherlich der einfachste Weg, dem Wirtschaftsabschwung entgegen zu wirken, oder?

 

Ein ganzheitlicher Blick auf Ihre Kosten

Die Antwort ist: Ja, aber auch nur teilweise. Die 23% des IT-Budgets, die zu den Cloud-Ausgaben gehören, bieten die unmittelbaren Ergebnisse, die Finanzverantwortliche derzeit unter großem Druck liefern müssen. Aber warum sollte man die anderen 77% vernachlässigen? Wer nutzt in der IT derzeit schon 100% Cloud-Services? Bei unseren eigenen Kunden würde ich den Split zwischen On-Premise- und Cloud-Services derzeit bei 60/40 einschätzen.

Meine Einschätzung und mein persönlicher Rat an alle Führungskräfte, die derzeit die eigene Liquidität sichern wollen: Verschaffen Sie sich einen ganzheitlichen Überblick über alle Ihre Kosten, um Ressourcen für Investments in digitale Transformations-Projekte zu tätigen und nicht hinter der Konkurrenz zurückzubleiben.

 

Es ist unmöglich, Ihren Spend anzupassen, wenn Sie nur auf Cloud-Kosten achten. Die Zusammenhänge zwischen den Abhängigkeiten sind viel zu komplex.

 

In großen Organisationen sind die Kostenstrukturen mit Ihrer Mischung aus On-Premise- und Cloud-Services oft sehr komplex abhängig von Business Unit, Betrieb, und geographischem Standort. Die gewünschten langanhaltenden Vorteile erhalten Sie nur, wenn Sie einen vollständigen Blick über diese Komplexitäten haben.

Sollten Sie bestimmte Teile der Supply-Chain Ihrer Business-Services außer Acht lassen, kann es sogar passieren, dass Ihre Maschinerie sprichwörtlich nicht mehr mit dem richtigen Motor läuft. Vielleicht schaffen Sie es dann zwar, die Kosten bestimmter Services zu reduzieren, aber verlieren auch den Wert, den diese für Ihre Organisation geliefert haben.

 

Fazit

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Aus welchen End-to-End-Komponenten bestehen meine Services?
  • Welche Service-Mengen muss ich an Kunden liefern und wie handhabe ich überschüssige Kapazitäten?
  • Welche Teile der Service-Kette sind am empfindlichsten? Kann es helfen, Sie nach Wichtigkeit aufzulisten?
  • Welche Assets kann ich reduzieren oder anpassen, ohne den Service-Wert zu riskieren? Führen Sie eine Szenario-Analyse mit unterschiedlichen Komponenten durch und isolieren Sie Kostentreiber.
  • Wie können Sie die gewonnen Einsichten nutzen, um das Vendor Management ans Procurement zu delegieren?

Wenn Sie kosten reduzieren wollen, benötigen Sie einen ganzheitlichen Blick auf Ihre Ausgaben.Ein ganzheitlicher Blick auf Ihren Spend ist der Schlüssel zu kurz- und langfristigen Einsparungen


Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Sie Ihre Ausgaben reduzieren wollen, ohne die Qualität Ihrer Services aufs Spiel zu setzen, brauchen Sie eine End-to-End-Ansicht auf Ihr gesamtes Portfolio, die sowohl Cloud- als auch On-Premise-Kosten abdeckt. So können Sie an Ihren Cloud-Ausgaben arbeiten und informierte Buy-Or-Make-Entscheidungen treffen, ohne dabei ungewollte Nebeneffekte herbeizurufen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass unsere Kunden es mit Leichtigkeit schaffen, 5% ihrer Run-Kosten auf andere Ressourcen zu verteilen und so attraktive Initiativen für das Wachstum zu finanzieren.

 

Wollen Sie mehr erfahren? Unsere Sales-Experten haben einige kostenlose Ressourcen für Sie zusammengestellt, die CIOs und CFOs dabei helfen, die Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage zu meistern und Ihre Planung und Budgetierung den Umständen anzupassen. Sparen Sie kurz- und langfristig Kosten ein, ohne dabei die Flexibilität für Projekte und andere Investments aus den Augen zu verlieren. Schauen Sie vorbei und melden Sie sich für einen kostenlosen Beratungstermin mit einem unserer Consultants an.

 

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Tom Schröder

Geschrieben von Tom Schröder

Tom Schröder, Director International Business im Bereich Financial Management bei Serviceware, ist ein erfahrener IT Business Director mit jahrelanger Expertise in unterschiedlichen Disziplinen der Software-Industrie. Zu seinen Fachgebieten zählen Enterprise Service Management, IT Financial Management sowie Strategic Business Planning.


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